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Sehenswert - Hörenswert
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Der
Widder, eine Wasserhebeanlage, die ohne Fremdenergie auskommt, versorgt den
kleinen Waldweiler Erlenbach aus einer tiefer gelegenen Quelle mit Wasser.
Zur Zeit seiner Errichtung nichts besonderes, ist dieser Widder
mittlerweile mehr als ein museales Stück Technik: Er ist am Ort erhalten
geblieben und voll funktionsfähig.
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Zu den
selbsttätigen Wasserhebemaschinen zählt der seit ca. 200 Jahren bekannte
hydraulische Widder, auch Stoßheber genannt. Seine Erfindung wird den
Brüdern Montgolfier zugeschrieben.
Das Wirkungsprinzip:
Strömendes Wasser, plötzlich gestoppt, löst einen Druckstoß aus, der
ein mehrfaches des statischen Druckes erreicht. In einer Wasserleitung
können solche Druckstöße Schäden verursachen. Beim hydraulischen Widder
aber wird dieser Druckstoß bewußt erzeugt, um den Druckzuwachs zur
Förderung von Wasser auszunutzen.
Der Widder ist unabhängig von motorischer Antriebskraft, aber abhängig
von einem ständigen, ausreichenden Wasserstrom, der mit einem bestimmten
Gefälle durch eine Leitung zufließen muss.
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Der Widder besteht aus einem Rohrstück mit Ablauf, darin
eingebautem Stoßventil (2) und einem
Windkessel (5) mit Druckventil (1).
Das Wasser aus einer höhergelegenen Quelle strömt über die Triebleitung
(4) durch das Stoßventil (2)
zum Auslauf. Wird eine bestimmte Strömungsgeschwindigkeit erreicht,
schließt das Ventil schlagartig den Auslauf. Die hierbei entstehende
Druckspitze drückt das Wasser durch das Druckventil (1)
in den Windkessel. Die im Windkessel (5)
enthaltene Luft wird verdichtet und die Wassersäule im Steigrohr (3)
emporgedrückt. Durch das Einströmen des Wassers in den Windkessel
wird für kurze Zeit ein Unterdruck am Stoßventil (2)
erzeugt, wodurch das Ventil wieder öffnet und das Wasser zu strömen
beginnt.
Der Wirkungsgrad eines Widders kann 70% und mehr
betragen. Dies beruht auf der einfachen Bauart der Maschine, deren
bewegliche Teile kaum der Reibung unterliegen.
Ein hydraulischer Widder eignet sich für Förderhöhen bis ca. 70 Meter.
Darüber hinaus werden die Stöße am Ventil so stark, dass, abgesehen von
hoher Geräuschemission, auch ein schneller Verschleiß eintritt.
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Der hydraulische Widder befindet sich am oberen Rand von
Erlenbach, allerdings ist das Gebäude verschlossen, was man jedoch hören
kann, ist das charakteristische dumpfe Klopfen, das aus dem Pumpengebäude
nach außen dringt, wie der Herzschlag von Erlenbach....
Infos von http://www.rothenberg-odw.de/Sehenswert/widder.htm
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